Microneedling – Der Weg zu schöner Haut

Heute geht’s um ein Beautytreatment, das derzeit erfolgsversprechend vor allem auf Instagram gehyped wird. Ich hab’s glaube ich schon gesagt, ich gebe ehrlich gesagt nicht so viel darauf, was dort von irgendwelchen Ex-Fast-Bacherlor-Exen oder sogenannten „Influencerinnen“ angepreist wird. Gerade im Beauty-Bereich. Denn tatsächlich sind die mit „Anzeige“ gekennzeichneten Artikel dort nicht wirklich glaubwürdig. Bei Mode ist das für mich irgendwie etwas anderes, weil es da einfach darauf ankommt, ob Outfits oder Kledungsstücke meinem Geschmack entsprechen. Beauty- und Pflegeprodukte müssen hingegen wirklich funktionieren.

Wir glaubwürdig sind Beauty-Trends online? 

Deshalb baue ich in der Hinsicht auf meine liebsten Bloggerinnen, deren Online-Tagebüchern ich schon Jahre folge, und die ich unter einer Vielzahl ausgewählt habe, weil ich sie für glaubwürdig halte. Da weiß ich,  sie würden auch bezahlte Inhalte nicht veröffentlichen, wenn sie nicht dahinter stehen.

So bin ich kürzlich bei Vicky Wanka auf das Microneedling gestoßen – ich hatte zwar schon davon gehört, aber bei solchen Sachen bin ich tatsächlich vorsichtig. Weil die gute aber wirklich mit Problemhaut zu kämpfen hat und damit auch ganz offen und ehrlich umgeht, vertraue ich ihrer Meinung und habe mich dem Thema angenommen.

Haut, die sich was traut 

Denn auch meine Haut hat sich mit dem Erreichen des 25. Lebensjahres gedacht, sie holt mal zum Rundumschlag aus, nachdem sie das in der Pubertät versäumt hat. Midlife-Krisis oder so , ich weiß es nicht.  Und seitdem verbreiten sich hier und da fröhlich so einige Unreinheiten, die sich bisher durch nichts aus der Ruhe bringen ließen. Und ich hab so einiges versucht – glaubt mir. Teure Cremes, Peelings, Masken – nichts hat geholfen. Und auch die Anzahl der Fältchen steigt proportional auf dem Weg zur 30 – auch diesen konnte ich bisher nicht an den Kragen.

Als ich auf die Microneedling- Behandlung stieß,  schien diese absolut passend, denn sie verspricht reinere Haut, Abhilfe bei Pigmentflecken, feinere Poren und ein verfeinertes Hautbild , Fältchenreduzierung und generell einen frischeren Teint.

Ich habe vor allem mit leichten Pigmentflecken und Rötungen zu kämpfen, die vom Sonneneinfluss stammen. Merke: Besser eincremen. Nicht umsonst schwören alle VIP`s in absolut allen Zeitschriften immer auf Cremes mit Lichtschutzfaktor (neben dem vielen Wasser, dass sie trinken ;-))

Nach gründlicher Recherche dachte ich mir, ich hab ja nichts zu verlieren. Mal fröhlich los.

 

Microneedling – Haut wie ausgewechselt 

 

Was ihr braucht:

First of all: Das auf dem Bild ist kein Rasierer! Es ist ein Dermaroller. Eine Art Walze mit Nadeln. Den braucht ihr. Außerdem benötigt ihr unbedingt Desinfektionsmittel speziell für die Haut und eines für das Gerät sowie Pflegeprodukte, die zu euren „Problemen“ bzw. zu eurem Hauttyp passen.

Das Microneedling basiert im Prinzip darauf, mit dieser Walze über Hautpartien zu fahren, sich so tatsächlich kleine Verletzungen zuzufügen und die Haut so zur Regeneration und zur Neubildung von Kollagen anzuregen. Zeitgleich kann sie so eure Pflegeprodukte im Anschluss besonders gut aufnehmen.

Wo’s das gibt:

Dermaroller gibt es online wie Sand am Meer und mit den unterschiedlichsten Nadellängen. Hier ist Vorsicht geboten: Die Längen starten bei 0,25 mm, es gibt auch welche mit über 2 mm. Alles über 1,5 mm sollte jedoch echt nicht allein zuhause sondern vom Profi durchgeführt werden.

Wer lediglich kleine Problemchen hat, ist mit 0,3 mm gut beraten. Falten können – je nach Tiefe-  mit Nadeln in der Länge ab 0,5 mm behandelt werden und alles darüber ist dann für so nette Geschichten wie Aknenarben, Cellulite, etc. verantwortlich. Eine genaue und sehr hilfreiche Übersicht so wie viele weitere Tipps findet ihr auf dieser Seite .

Ich habe meinen Dermaroller in der Stärke 0,5 bei Amazon bestellt. Es ist ein wirklich günstiger, ich wollte es ja auch erst einmal testen. Trotzdem muss ich sagen: Das Gerät ist super. Ich wüsste nicht, was ein teureres besser könnte (zumindest nach einmaliger Anwendung). Zusätzlich habe ich mir Desinfektionsmittel für Haut und Gerät in der Drogerie besorgt – da könnt ihr im Prinzip alles mögliche nehmen, es gibt auch spezielle Sets mit Reinigungsbürsten online.

Als Pflege habe ich das ALCINA Hyaluron Face Gel 2.0 dazu bestellt, weil ich es von einer Kosmetikerin empfohlen bekommen habe. Und: Ich könnte begeisterter nicht sein – aber dazu später mehr.

Wie das geht 

Vorab müsst ihr sowohl eure Haut gründlich reinigen und desinfizieren, als auch das Gerät. Bedenkt, dass ihr euch wirklich ja – wenn auch ganz leicht- Verletzungen zufügt, die somit ein hohes Infektionsrisiko mit sich bringen.

Jetzt könnt ihr beginnen, mit dem Dermaroller über eure Haut zu fahren. Ich habe das ganze so gemacht, wie Vicky Wanka das in ihrer Anleitung beschrieben hat und bin damit wortwörtlich gut gefahren 😉 Ich habe den Roller jeweils 10 Mal mit leichtem Druck in unterschiedliche Richtungen bewegt: Horizontal, vertikal und diagonal auf Stirn, Wangen und Kinn.

Ob’s weh tut? Geht. Auf Wangen und Kinn war es echt kein Problem, auf der Stirn habe ich kurzzeitig 1-3 Sterne gesehen. Ist aber wirklich auszuhalten. Einige raten dazu, ab bestimmten Nadelstärken Betäubungscremes zu verwenden. Ich für meinen Teil habe hier keine gebraucht und halte das auch für fragwürdig, weil man sich doch sehr leicht zu arg verletzen kann. Wenn der Schmerz zu stark ist, sind womöglich die Nadeln zu lang bzw. und die Anwendung ein Fall für den Profi.

Achtung: Solltet ihr irgendwo akut entzündete Stellen haben, lasst diese Areale auf jeden Fall aus, damit sich keine Bakterien im Gesicht verbreiten. Bei stärkerer Akne oder anderen Hautkrankheiten macht das auf keinen Fall allein zuhause, sondern sprecht mit eurem Arzt.

Wie das aussieht

 

Zu Beginn: 

 

 

Danach: 

 

Furchtbar. Ich weiß. Ich hab‘ auch ’nen halben Rückwärtssalto vom Spiegel weg gemacht. Gerötet, gereizt und es brannte auch leicht. Aber laut den Online-Experten alles im Rahmen. Gut, dachte ich mir, soll wohl so.

Die Haut ist jetzt sehr gut empfänglich für Pflegeprodukte. Ich verwendete nun das mir empfohlene Hyaloron-Gel. Achtet beim Auftragen darauf, dass auch dabei keine weiteren Keime oder Bakterien auf die Haut gelangen.

Abschließend habe ich das Ganze schön einziehen lassen und darauf geachtet, dass auch im Anschluss nichts mehr an die Haut kommt – ich hab mir auch nicht mehr ins Gesicht gefasst und auch mein Handy erst einmal mit gereinigt. Diese beiden Punkte sind nämlich unter anderem ganz starke Ursachen im Alltag für Hautunreinheiten.

Was das bringt 

Leute, ich war selten so begeistert. Ich glaube wirklich nicht an viele Mittelchen und Treatments, aber dieses hat eingeschlagen, wie eine Bombe. Sogar bei der Arbeit hat mich eine Kollegin direkt auf die Veränderung angesprochen, die nichts von der Behandlung wusste. Ob es jetzt nur am Needling oder auch an dem Produkt lag, weiß ich noch nicht. Das tatsächliche Ergebnis ist erst nach ein paar Tagen sichtbar.

Insgesamt bin ich aber schon jetzt wirklich erstaunt und werde die Prozedur noch einige Male wiederholen, um den maximalen Effekt zu erzielen.

Außerdem werde ich hier auch noch mit meinen bewährten Hausmittelchen experimentieren. Ich benutze nämlich sonst tatsächlich so einfache Dinge wie Kokosöl, Karottenöl und reines Aloe Vera. Kann ich nur empfehlen! Meine Haut kann nicht so gut mit Bebe und Co.

Auch Fruchtsäure ist quasi ein Garant strahlender Haut. Wenn ich die eine Zeit lang regelmäßig benutze, sehe ich direkt Unterschiede. Die Säure könnt ihr ebenfalls aus der „Natur“ nehmen, euch von eurer Kosmetikerin beraten lassen oder euch online umschauen. DM hat auch sehr günstige Peelings und Gesichtswasser mit Fruchtsäure von der Eigenmarke Balea, die richtig, richtig gut sind. Ich hab sie schon oft weiter empfohlen. Man sieht meistens schon nach einer Anwendung Unterschiede.

Experimentiert aber am besten nicht zu viel rum, sondern lasst euch einmal ausreichend beraten, was euren Hauttyp betrifft.

Apropos Beratung: 

Das hier ist mein persönlicher Test, den ich nach bestem Wissen, Gewissen und Empfehlungen durchgeführt habe. Der gesamte Artikel basiert somit auf subjektiven Erfahrungswerten. Wenn ihr das Ganze „nachmacht“ und euch an irgendeinem Punkt unsicher seid, fragt in jedem Fall einen Experten. 

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